Grundsätze im Sprechfunk (Beispiele siehe Seite Beispielgespräch):
- Einheiten werden in der Form "... von ... - Kommen" gerufen.
- Eine Meldung wird mit dem Wort "Kommen" abgeschlossen.
- Von der Leitstelle gerufene Einheiten melden sich mit ihrem Standort.
- Der Gesprächsteilnehmer wird immer mit "Sie" angesprochen.
- Wird ein Teil einer Meldung nicht verstanden, so wird mit "Wiederholen Sie ..." darauf hingewiesen. Wiederholungen werden mit "Ich wiederhole ..." begonnen.
- Schwierige oder unverständliche Worte werden buchstabiert: "Ich buchstabiere ...". Dabei wird die deutsche Buchstabiertafel (siehe Seite Buchstabiertafel) benutzt.
- Im Rahmen von Übungen werden echte Meldungen, die sich nicht auf die Übung beziehen (z. B. über einen Verkehrsunfall), mit dem Wort "Tatsache" eingeleitet.
- Ein Funkgespräch wird mit dem Wort "Ende" beendet.
- Funkgespräche werden nur in Notfällen von anderen unterbrochen.
- Höflichkeit spielt im Funkverkehr
keine Rolle. Die Worte "Bitte" und "Danke" werden daher in der Regel nicht
verwendet.
Probleme und Lösungen:
- Die Sprechtaste ist unbedingt loszulassen, wenn nicht mehr gesprochen wird. Dies gilt besonders bei Handsprechfunkgeräten, da diese nicht gleichzeitig senden und empfangen können.
- Bei schlechter Verständigung ist der Standort zu wechseln. Vermieden werden sollten die Nähe zu Hochspannungsleitungen, tiefgelegene Standorte und solche, bei denen hohe Hindernisse in Richtung des Ziels liegen. Eventuell die Rauschsperre ausschalten. Kommt kein Kontakt mehr zustande, sollte eine Einheit zum Ausgangspunkt zurückkehren oder sich telefonisch bei der Übungsleitung melden.
- Bei älteren Handsprechfunkgeräten deutet ständiges Rauschen trotz eingeschalteter Rauschsperre auf leere Batterien hin.
- Zwei benachbarte Funkgeräte können sich stören (starkes Pfeifen), wenn eines sendet. Das nicht sendende ist für die Zeit des Gesprächs auszuschalten. Dieses Problem tritt in der Regel nur bei Handsprechfunkgeräten auf.