Giftiger Qualm steigt auf, also schnell mal die Windrichtung ermitteln. Aber wie die Himmelsrichtung herausfinden, wenn gerade kein Kompaß zur Hand ist und sie auch nicht per Karte herausgefunden werden kann?

In einer wolkenlosen Nacht kann man sich in unseren Regionen am Polarstern orientieren, der genau in Nordrichtung liegt. Zu finden ist er, indem man den großen Wagen (Teil des großen Bären) sucht und dessen hintere Wagenwand fünffach nach oben verlängert. Der Polarstern ist gleichzeitig der vorderste Stern der Deichsel des kleinen Wagens. Dieses Sternbild ist allerdings wegen seiner geringen Helligkeit schwerer zu finden.

Am Tage, wenn die Sonne erkennbar ist, kann man sich mit ihrer Hilfe und einer Uhr orientieren. Man richtet den Stundenzeiger (Wer eine zeigerlose Uhr hat, muß überlegen, wo dieser gerade stehen würde) auf die Sonne. Vormittags nimmt man den Winkel, der sich zwischen dem Stundenzeiger und (im Uhrzeigersinn) der 12-Uhr-Markierung (Oberseite bei zeigerlosen Uhren) ergibt und halbiert ihn. Damit hat man die Südrichtung gefunden. Nachmittags ist der halbe Winkel zwischen der 12-Uhr-Markierung und dem auf die Sonne gerichteten Stundenzeiger zu nehmen. Beispiele:

08:00 Uhr

15:30 Uhr

19:00 Uhr

Wenn man weiß, welche Windrichtung in der Gegend vorherrscht, kann man mit Hilfe des Mooswuchses an Bäumen (und alten Gebäuden) die Himmelsrichtung grob bestimmen. Bei uns herrscht Nordwestwind vor, Bäume und Bauwerke werden hier bei Regen also meist auf der Nordwestseite naß und haben dort den kräftigsten Moosbewuchs. Aber dieser Hinweis ist ja wohl keine besonders gute Hilfe, oder?

Auch andere Aussagen sind mit Vorsicht zu betrachten: "Alte Kirchen haben ihre Türme an der West-, ihre Altäre an der Ostseite", "Nadelbäume sondern an der Südseite am meisten Harz ab", "Ameisenhaufen befinden sich an der Südseite von größeren Pflanzen".


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