Ein echtes Hydrantenschild: Roter Rand, der Buchstabe "H" als Kennzeichen für einen Hydranten, dahinter die Angabe des Rohrdurchmessers in Millimetern. Dazu die Entfernungsangaben, damit der Hydrant auch gefunden werden kann (dieser befindet sich 2 Meter vor dem Schild und 1 Meter links davon). Manchmal ist auch noch eine Hydrantennummer auf dem Schild zu finden. Was ein weiterer Buchstabe vor dem "H" bedeuten kann, ist bei anderen Beispielen erklärt.
Unterflurhydranten sind manchmal schlecht zu finden, deshalb werden sie ja auch mit Schildern markiert. Dumm, wenn wie in diesem Beispiel auch das Hinweisschild schlecht zu finden ist. Dieses Schild wurde passend zur weißen Mauer weiß übergemalt. Sicherlich ein Kandidat für die "Brandschutzsünde des Monats".
Einem Hydrantenschild sehr ähnlich, ist aber keines. Wer den Entfernungsangaben folgt (11 Meter vor dem Schild, 1 Meter links), findet nur einen Wasserhahn. "NW": Nennweite der Wasserleitung, hier 25 Millimeter.
Die Farbe der Umrandung ist auf diesem Schild schlecht zu erkennen, sie ist aber blau. Ehrenwort! Diese Farbgebung zeigt an, daß der Hydrant nicht nur zur Wasserentnahme für die Feuerwehr dient, sondern auch zum Be- oder Entlüften der Wasserleitung bei Arbeiten daran. Merken: Die Feuerwehr mit ihren roten Autos mit Blaulichtern darf Hydranten benutzen, deren Schilder einen roten oder blauen Rand haben.
Grüner Rand: Finger weg, liebe Feuerwehrleute! Dieser Hydrant kann zum Beispiel zwischen einem Wasserwerk und einem Brunnen liegen. Hier ist der Wasserdruck für die Feuerwehr vielleicht nicht geeignet, möglicherweise bekommt das Wasserwerk Probleme, wenn der Hydrant geöffnet wird. Und der Buchstabe "L" vor dem "H" bedeutet, daß der Hydrant links herum zugedreht werden muß, also umgekehrt wie üblich. Wo in alten Leitungsnetzen die Drehrichtung unterschiedlich ist, kann auch mal ein "R" die "normale" Drehrichtung anzeigen.
Das "E" bedeutet, daß dieser Hydrant auch zum Entlüften der Leitung benutzt wird. Die Bedeutung der grünen Farbe ist beim vorangegangenen Foto erklärt. An diesem Beispiel wird deutlich, warum manche Schilder und damit die Hydranten nicht zu finden sind: Sie werden zum Beispiel von Pflanzen verdeckt, wenn sie wie in diesem Fall knapp über dem Boden angebracht sind.
Dies ist ein Hinweisschild für eine Entnahmestelle aus einem Löschwasserbehälter. Über der Positionsangabe befindet sich die Wassermenge in Kubikmetern. In diesem Beispiel also 300 Kubikmeter = 300000 Liter Wasser. Mit einer Pumpe, die 800 Liter pro Minute saugt, könnte man bei vollständig gefülltem Behälter 300000 Liter / 800 Liter pro Minute / 60 Minuten je Stunde = 6 1/4 Stunden lang Wasser fördern.
An der beschriebenen Stelle befindet sich eine Saugstelle zur Löschwasserentnahme: 2 Meter vor dem Hinweisschild und 1 Meter rechts davon. Alle Angaben setzen natürlich voraus, daß man gerade vor der beschrifteten Seite des Schildes ist und in dessen Richtung sieht.
Sechs Meter vor diesem Schild und zwölf Meter rechts von ihm steht für die Feuerwehr ein Löschwasserbrunnen zur Verfügung. Bei diesem Brunnen ("B") muß gesaugt werden.
Noch ein Hinweisschild für einen Löschwasserbrunnen wie ihm vorangegangenen Beispiel. Diesmal handelt es sich aber um einen Brunnen mit Tiefpumpe. Hier wird das Wasser durch eine eingebaute Elektropumpe (für die eventuell eine Stromversorgung aufgebaut werden muss) nach oben gefördert oder durch eine eingebaute Turbinentauchpumpe (für die ein Wasserkreislauf mit einer Feuerlösch-Kreiselpumpe erzeugt werden muss).


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