Klicken Sie das Bild an, um es in ganzer Größe ansehen zu können! Anfänglich wurden die Mitglieder der FF Eimsbüttel per Telefonkette alarmiert: Der Wehrführer bekam von der Einsatzzentrale den Einsatzauftrag und startete dann die wehrinterne Weitergabe. Hierbei wurden natürlich auch die Ehefrauen mit eingebunden. Die Nachteile dieser Informationsweitergabe liegen auf der Hand: Wer gerade nicht über die für ihn bekannten Telefonnummern erreichbar war, stand für den Einsatz nicht zur Verfügung, auch wenn er eigentlich Zeit hatte. Und es dauerte lange, bis das Personal z. B. für die damals vorgesehene Besetzung des Befehlswagens an großen Einsatzstellen eintraf. Alternativen für die Alarmierung? Eine Sirene kam nicht in Frage, da die Mitglieder der Wehr über mehrere Stadtteile verteilt wohnten. Und Pieper wurden in Hamburg erst 1975 eingeführt.

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Es dauerte einige Jahre, bis auch die Eimsbüttler mit Funkmeldeempfängern (FME) ausgestattet wurden. Es handelte sich um Geräte von Telefunken (Telesignal B), ihrer Größe und des Gewichtes wegen "Backsteine" genannt. Neben ihrer Unhandlichkeit hatten sie weitere Nachteile: Sie fingen an zu piepen, wenn es zu einer elektrostatischen Aufladung kam. Das war der Fall, wenn sie mit einer Plastiktüte in Berührung kamen, zu dicht an einen Fernseher gebracht wurden, ein Feuerzeug mit elektronischer Zündung verwendet wurde, sie Kontakt zur Kleidung aus bestimmten Materialien hatten, manchmal sogar beim Einstecken in das Ladegerät. Zweites Problem: Durch diese Pieper wurden Alarmanlagen ausgelöst, z. B. Diebstahlsicherungsanlagen in Kaufhäusern. Noch ein Nachteil: Die FME hatten keine Anzeige für eingegangene Alarme. Nur eine Leuchtdiode im Ladegerät blinkte - aber natürlich nur, wenn sich der Pieper gerade darin befand. Ach ja - das Ladegerät: Ebenfalls ein "Monster". So hoch und breit wie der FME (ohne Antenne), aber ca. 4-mal so dick.

Sie würden gern mal den ohrenbetäubend lauten Alarmierungston dieser Geräte anhören? Kein Problem, hier ist eine entsprechende Sound-Datei:
Alarmton Telesignal B.
Das diese alten Geräte ein wesentlich lauteres Signal von sich gaben als die später verwendeten DMEs, kann natürlich als Vorteil gewertet werden.

Später beschaffte die Feuerwehr Hamburg dann auch kleinere Pieper vom Typ Motorola BMD, die nur noch etwas größer als eine Zigarettenschachtel waren. Auch damit wurden einige Angehörige der FF Eimsbüttel ausgerüstet. Klicken Sie das Bild an, um es in ganzer Größe ansehen zu können!
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Für die Auslösung der Pieper wurde in Hamburg kein eigener Funkkanal, sondern ein Sprechfunkkanal verwendet. Dort wurden Folgen von Tönen gesendet, die von den Funkmeldeempfängern ausgewertet wurden. Vereinfacht dargestellt stand jeder der verwendeten Töne für eine Ziffer und die Geräte der Eimsbüttler sprangen an, wenn die Ziffernfolge 41941 in Form von Tönen übertragen wurde (Die 4 stand für Hamburg, bei der 1941 handelte es sich um die alte Organisationsnummer der Wehr). Nachdem sie das Alarmsignal von sich gegeben hatten, schalteten sie die empfangenen Signale auf ihren Lautsprecher. So konnte nach einem Alarm die Einsatzzentrale noch eine Durchsage mit Hinweisen zum Einsatz durchgeben.

Die beschriebene Nutzung des Sprechfunkkanals, der normalerweise für die Kommunikation mit allen Feuerwehrfahrzeugen außer denen des Rettungsdienstes verwendet wurde, führte im Laufe der Jahre zu immer größeren Problemen. Wenn viele Alarmierungen notwendig waren (z. B. bei Großeinsätzen, extremen Regenfällen oder Stürmen, Sturmflut oder zu Silvester), war dieser Kanal durch die sicherheitshalber stets doppelt ausgestrahlten Tonfolgen blockiert. Funkgespräche waren dann nicht möglich, Durchsagen für die alarmierten Kräfte (z. B. mit der Angabe des Einsatzortes) ebenfalls nicht.

Weitere Probleme (z. B. Reparatur- und Störungsanfälligkeit der alten Technik) und der Wunsch, die Möglichkeiten der verfügbaren neuen Technik zu nutzen, führten schließlich zum Wechsel zu einer Alarmierungstechnik mit einem eigenen Funkkanal mit digitaler Datenübertragung. Wiederum etwas später war es dann auch für die Eimsbüttler soweit: Die analogen wurden gegen digitale Meldeempfänger ausgetauscht.


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