Wir waren bis Ende November 2004 zusammen mit anderen Wehren in einem
Gebäude im Maienweg 119
im Stadtteil Alsterdorf untergebracht.
Dieses Objekt befindet sich im oberen farbig markierten Bereich in der nebenstehenden Karte,
ein Klick auf den Link in diesem Absatz bringt Ihnen eine Straßenkarte
der Umgebung auf den Bildschirm. Und wer den Ausschnitt nicht in das Stadtgebiet einordnen kann, sollte sich die
Übersichtskarte ansehen.
Zu den anderen Einheiten in dieser Unterkunft zählte eine FF, die
als "kommunale" Wehr für die Einsätze in ihrem Stadtteil zuständig ist;
wir sind deshalb in diesem Gebiet normalerweise nicht tätig geworden.
Die Beteiligung an den alltäglichen Einsätzen in "unserem"
Stadtteil Eimsbüttel
(unterer farbig markierter Bereich) kam nicht in Frage, weil die Anfahrt einfach zu lang war,
wie ein Blick auf die Karte deutlich macht.
Welche Aufgaben aber hatte die FF Eimsbüttel bis zur Stationierung im Stadtteil Eimsbüttel?
Zunächst einmal machten wir regelmäßig Wachdienste auf der Feuer- und Rettungswache 13 (Rotherbaum) der Berufsfeuerwehr (markiert in der Karte, die sie mit dem Link im vorangegangenen Absatz erreichen können). An solchen Freitagabenden fuhren wir von dort aus mit unserem LF Einsätze: Zusammen mit der BF oder allein (wenn das vorgesehene HLF bereits einen anderen Einsatz hatte oder durch uns ersetzt werden konnte). Und unsere ausgebildeten Sanitäter konnten als 3. Mann auf Rettungswagen mitfahren. In der einsatzfreien Zeit stand Ausbildung auf dem Programm, zu unterschiedlichsten Themen (Arbeiten mit der Drehleiter, Erste Hilfe, Gefahrgut-Einsätze...) und zum großen Teil durch BF-Angehörige. Hinzu kam ein solcher Wachdienst zum Jahreswechsel, bei dem wir in der "heißen" Zeit an Silvester und Neujahr an der BF-Wache im Dienst waren.
Regulär wurden wir auch damals auf dem Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel beim Stichwort "Großer Flugunfall" eingesetzt. Ein Einsatz "FLUNFG" lief an, wenn es um eine Maschine mit einer Startmasse von mehr als 7 Tonnen ging oder mehr als 10 Personen betroffen waren. Das geschah auch, wenn sich entsprechend große Flugzeuge im Landeanflug befanden und mit einem Unfall zu rechnen war. Unsere erste Aufgabe auf dem Flughafen war es, mit unserem alten GW-FM einen Meldekopf einzurichten. Zweck des Meldekopfes war, die ankommenden und abfahrenden Einsatzkräfte zu registrieren und zu strukturieren:
| - | Art, Zahl und Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen registrieren, |
| - | Stärke, Qualifikation und Einsatzbereitschaft von Einsatzkräften registrieren, |
| - | Erteilung von Aufträgen auf Weisung der Einsatzleitung, |
| - | Einweisung in den Funkverkehrskreis an der Einsatzstelle, |
| - | Registrierung abrückender Käfte (z. B. Rettungswagen mit Patienten), |
| - | ... |
Selbstverständlich wurden wir auch bei besonderen Lagen bzw. Einsätzen alarmiert. Also beispielsweise wegen Sturmschäden, überfluteter Keller, zur Deichverteidigung bei Sturmfluten oder beim Brand eines Kühlhauses in der Hammerbrookstraße, als das auf unserem Dekon-P verlastete Zelt benötigt und Ablösung bzw. Unterstützung gebraucht wurden.
Darüber hinaus wurden wir verstärkt bei Großveranstaltungen aktiv, zum Beispiel beim jährlichen Alstervergnügen, dem Generation Move oder den selteneren Veranstaltungen auf der zugefrorenen Alster. Bei diesen Gelegenheiten kümmerten wir uns beispielsweise um den Betrieb der Leitstellen.
Selbstverständlich wurden wir schon immer bei Bedarf auch selbständig tätig, wenn wir beispielsweise zufällig an einem Unfallort vorbeikamen und dort Hilfe benötigt wurde.