Auch eine Art, Silvester zu verbringen: Anstatt mit Familie, Freunden oder Bekannten zu feiern, machte auch beim Jahreswechsel 2002/2003 ein Teil unserer Mannschaft mit einem Löschgruppenfahrzeug und unserem GW-FM Dienst an der Feuer- und Rettungswache (FuRW) 13 (Sedanstraße / Bundesstraße, siehe auch Aufgabenbeschreibung). Das 2. LF wurde von einer anderen Wehr benutzt, da deren Fahrzeug mit einem Defekt ausgefallen war. Unser anderes Sonderfahrzeug (Dekon-P) verblieb in unserem Feuerwehrhaus in Alsterdorf und wäre bei Bedarf von den übrigen Kameraden, die über DME hätten alarmiert werden können, zum Einsatz gebracht worden.
Der Dienstbeginn war auf 17 Uhr festgelegt worden. Tatsächlich waren die meisten bereits etwas früher da, so das die Fahrt zur Wache der Berufsfeuerwehr bereits zu diesem Zeitpunkt angetreten werden konnte. Bereits auf dem Weg dorthin wurde das LF einsatzbereit gemeldet, der Standort F 13 wurde gegen 17:30 und damit eine halbe Stunde eher als geplant erreicht.
Wer schon auf anderen von unseren Seiten war, kann die vorstehende Meldung entziffern, mit der wir über Pieper alarmiert wurden: Alarm um 18:18 Uhr, Einsatz wegen eines Feuers im Duschweg (Altona) zusammen mit Fahrzeugen der Löschzuge der Wachen 13 und 12 (Altona). Gemeldet war ein Feuer auf einem Balkon im 1. Obergeschoß (og) eines Wohnhauses.
Foto: Immer der selbe Ablauf bei brennenden Altpapiercontainern. Nach einem kurzen Ablöschen wird der Container
umgeworfen, die Unterseite geöffnet. Der Inhalt wird dann herausgeholt und endgültig abgelöscht, wie hier zu
erahnen ist.
Feuer, klein.
Es brannte ein Altpapiercontainer an der angebenen Stelle in Hoheluft, der mit einem C-Rohr abgelöscht wurde.
Danach blieb kaum Zeit, den Löschwassertank wieder aufzufüllen. Die Einsatzzentrale fragte nach, ob
der nächste Auftrag an uns vergeben werden könnte. Nach einer positiven Antwort ging es deshalb gleich weiter.
Wiederum ein Altpapiercontainer war in der Brahmsallee (Hoheluft) in Brand beraten. Er wurde mit einem C-Rohr gelöscht. An dieser Einsatzstelle gab es eine etwas größere Entfernung zum nächsten Hydranten, so das der Aufbau einer Leitung etwas mehr Arbeit erforderte. An diese Einsatzstelle kam auch die Polizei, die durchaus nicht für jeden Einsatzort Fahrzeuge frei hatte.
Der an einer Bushaltestelle im Kreuzungsbereich Osterstraße / Schulweg in Eimsbüttel brennende Mülleimer wurde mit einer Kübelspritze abgelöscht.
In der Isestraße (Hoheluft) sollte unterhalb der U-Bahn-Brücke ein Elektro-Verteilerkasten brennen. Vor Ort konnte allerdings kein Feuer festgestellt werden, entsprechend schnell konnte der nächste Einsatz übernommen werden.
Die gemeldete und tatsächlich brennend vorgefundene Mülltonne in der Waidmannstraße (Altona) wurde kurz und schmerzlos mit ca. 200 l Wasser aus einem C-Rohr gelöscht. Hier, wie auch an anderen unserer Einsatzstellen, haben wir dann auch gleich anschließend abgestreut.
Im Steintwietenhof in der Altstadt war in einem Durchgang ein Altpapiercontainer in Brand geraten. Wie uns die Einsatzzentrale auf der Anfahrt per Funk mitteilte, war er bereits von Anwohnern gelöscht worden. Deshalb konnten wir die Einsatzfahrt abbrechen und schnell eine neue Aufgabe erhalten.
Ein Müllcontainer mußte auf einem Hinterhof in der Stresemannstraße (Altona) mittels C-Rohr gelöscht werden, ca. 200 l Wasser waren erforderlich.
Gemeldet wurde der Brand des Reifens eines PKWs. In St. Pauli an der Kreuzung Simon-von-Utrecht-Straße / Talstraße angekommen, stellte sich die Meldung als korrekt heraus: Es brannte der rechte Vorderreifen eines Mercedes CLK. Vorgenommen wurde ein C-Rohr. Die Polizei war hier mit vor Ort.
In der Contastraße (Hoheluft) brannte es auf einem Balkon im 3. Obergeschoß. Gelöscht wurde mit einer Kübelspritze, die allerdings über die Drehleiter der Wache 13 vorgenommen werden mußte.
Foto: Einsatz einer Drehleiter in einem Altbaugebiet mit engen Straßen. Selbst ordnungsgemäß
abgestellte Fahrzeuge engen den Platz deutlich ein!
Feuer im 4. Obergeschoß eines Wohnhauses in der Susannenstraße (St. Pauli):
Wieder ein Einsatz zusammen mit dem Zug 13.
Es brannten eine Balkontür und die Türverkleidung, das Feuer breitete sich in der Zwischendecke aus.
Ausgelöst wurde der Brand durch Feuerwerkskörper.
Die Bewohnerin war glücklicherweise rechtzeitig durch den Alarm eines Rauchmelders
geweckt worden - möglicherweise hat so eines der kleinen, längst nicht mehr teuren und in jedem Baumarkt
erhältlichen Geräte
wieder einmal ein Menschenleben gerettet! (Sie haben doch sicherlich auch schon welche, oder?)
Teile der Decke und die Türverkleidung mußten entfernt werden.
Hier wurde unsere Mannschaft z. T. von der Drehleiter aus und unter schwerem Atemschutz
eingesetzt. Nach den Löscharbeiten
wurde deren Erfolg mit Hilfe von Wärmebildkamera und -meßstab kontrolliert. Diese Einsatz
war recht zeitaufwändig und zog sich bis kurz nach 4 Uhr hin.
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Die Zahl der Brände
bei den Jahreswechseln in den genannten Zeiten sank übrigens von 2000/2001 bis 2002/2003 um ca.
8 Prozent, während die FF Eimsbüttel 2002/2003 37,5 Prozent mehr Einsätze als 2000/2001 abzuarbeiten hatte.
In der nebenstehenden Grafik werden die Brand-Einsätze für ganz Hamburg in grau, die der FF Eimsbüttel in rot dargestellt. |
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| 2000/2001 | 2001/2002 | 2002/2003 |
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In dieser Straßenkarte finden Sie die Feuer- und Rettungswache 13 |
| Fotos: | Jörg Eckloff |
| Texte: | Jörg Eckloff und Norbert Kölln |