Am Freitag, dem 1. Oktober 2004, wurde die Feuerwehr um 20 Uhr 29 alarmiert, weil Rauch aus einem Fenster im 1. Obergeschoß eines fünfgeschossigen Wohnhauses in der Talstraße im Stadtteil St. Pauli kam. Die folgende Straßenkarte zeigt aus Datenschutzgründen den Einsatzort nur grob an, in der darunter liegenden Übersichtskarte ist der gezeigte Ausschnitt markiert.



Die zunächst ausgerückten Kräfte der Berufsfeuerwehr fanden ein stark verqualmtes Gebäude vor, aus dem die Bewohner herausgebracht werden mußten. Der Brandherd war zunächst nicht zu erkennen. Wegen der notwendigen Evakuierung und der unklaren Lage gab der Zugführer um 20 Uhr 52 "2. Alarm", forderte also einen zweiten Löschzug an.


Beengte Verhältnisse beim Drehleitereinsatz.
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Der zweite alarmierte Löschzug wurde aus Fahrzeugen zweier Feuerwachen gebildet, darunter das Löschfahrzeug der Wache 13 (Rotherbaum). Hinzu kamen der B-Dienst (Einsatzführungsdienst) West und der Umweltdienst von der Technik- und Umweltwache. Die restlichen eingesetzten Fahrzeuge gehörten übrigens zu den Feuer- und Rettungswachen 11 (Innenstadt) und 12 (Altona).

Zu diesem Zeitpunkt machte eine Gruppe der FF Eimsbüttel Dienst an der Feuerwache Rotherbaum. Bei einer Alarmierung des Löschfahrzeugs der Wache wird dann abgesprochen, ob die BF oder die FF den Einsatz fährt. Oder ob beide Fahrzeuge gemeinsam ausrücken, wie in diesem Fall entschieden wurde.

Nach der Information über das Ausrücken des Löschfahrzeugs der FF Eimsbüttel löste die Feuerwehreinsatzzentrale um 20 Uhr 57 nachträglich die Digitalen Meldeempfänger (DME) der FF-Mitglieder aus. Drücken Sie auf den roten Knopf auf der Darstellung des DME, um sich die Meldung anzeigen zu lassen.

In einem Fall erfolgte das Insicherheitbringen eines Bewohners aus dem 4. Obergeschoß über eine Drehleiter. Diese Person wies die Symptome einer Rauchvergiftung auf, wurde aber auf eigenen Wunsch hin nicht ins Krankenhaus gebracht. Die Suche nach dem Brandherd ergab letztlich, daß es an 2 Stellen im Keller in Verschlägen brannte. Für die dort erforderlichen Arbeiten wurde eine Beleuchtung aufgebaut.


Dem Eimsbüttler Wehrführer und einem Trupp wird ein Auftrag erteilt.
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Im weiteren Verlauf des Einsatzes stellte sich heraus, daß sich der Qualm durch nicht abgedichtete Kabelschächte im gesamten Gebäude ausbreiten konnte. Auch wegen der baulichen Mängel durften die Bewohner nicht wieder in ihre Wohnungen. Ihre Unterbringung in Notunterkünften wurde von der Polizei in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt geregelt.

Fotos: Heiner Lahmann
Text: Norbert Kölln


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