Am einem Freitagabend sprangen um 8 Minuten nach 10 Uhr unsere Pieper an. Der Anzeige konnten wir entnehmen, dass wir zusammen mit Kräften der Feuer- und Rettungswache 13 aus der Bundesstraße im Stadtteil Rotherbaum zur Kreuzung Osterstraße / Schulweg gerufen wurden, wo ein Feinkostladen brennen sollte.
| Drücken Sie auf den roten Knopf auf der Darstellung des Digitalen Meldeempfängers, um sich die Meldung anzeigen zu lassen, mit der die FF Eimsbüttel alarmiert wurde. |
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Die folgende Straßenkarte zeigt den Einsatzort an,
in der darunter liegenden Übersichtskarte ist der gezeigte Ausschnitt markiert.
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Während wir noch auf der Anfahrt waren, wurde die
Schadensart auf "FEUY" (Feuer, Menschenleben in Gefahr) erhöht,
weil der Ladenbesitzer noch im Laden vermutet wurde.
Daraufhin wurden noch Kräfte der Feuer- und Rettungswache 15
aus dem Basselweg im Stadtteil Stellingen sowie der B-Dienst West
(Einsatzführungsdienst) nachalarmiert.
Tatsächlich fand sich nach der Ankunft der Einsatzkräfte eine zusammengebrochene
Person vor dem Laden. Zusammen mit den Kräften der Berufsfeuerwehr
wurde eine Personensuche sowie die Brandbekämpfung im Gebäude durchgeführt.
Uns wurde ein eigener Abschnitt zugeteilt:
Ein Trupp von uns ging durch einen Nebeneingang in einem Wohnhaus in den Keller zur
Personensuche vor. Da es sich dabei nicht vermeiden ließ, dass das Treppenhaus verqualmt wurde, ist ein
weiterer Trupp von uns unter Atemschutz das Treppenhaus abgegangen und hat es belüftet.
Gebrannt hatte im Laden eine Gefriertruhe.
Nachdem unsere ersten Aufgaben erledigt waren, haben wir das Brandgut aus dem Laden
gebracht und nach weiteren Brandnestern gesucht.
Am 18.01.2006 veröffentlichte die Polizei Hamburg eine Presseinformation
zu diesem Einsatz: Demnach handelte es sich bei dem Feuer im Feinkostgeschäft um Brandstiftung.
Der Inhaber hatte nach Polizeiangaben ausgesagt, sein Geschäft sei von der PKK in Brand gesetzt worden.
Er und 5 weitere Personen wurden nach Ermittlungen und Tatrekonstruktion des Landeskriminalamtes wegen
des Verdachts auf schwere Brandstiftung (Sachschaden ca. 80.000 Euro) in Untersuchungshaft genommen.
Es hatte sich herausgestellt, dass das Geschäft verschlossen war, im Inneren aber an mehreren Stellen
Brandbeschleuniger und Zeitverzögerungsmechanismen vorhanden waren.
Der Meldung ist weiter zu entnehmen, dass der Ladeninhaber für die Tatzeit ein Alibi hatte,
die geständigen beiden bezahlten Brandstifter allerdings von ihm Geschäftsschlüssel bekommen hatten.
Nach Ansicht der Polizei war das Motiv für die Tat das geplante Einkassieren der Versicherungssumme gewesen,
nachdem ein Verkauf des schlecht laufenden Ladens nicht geklappt hatte.
Die FF Eimsbüttel bedankt sich bei Heiner Lahmann für die hier gezeigten Bilder!
Text: Jörg Eckloff, Norbert Kölln
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