Der Löschzug 13 (Rotherbaum) und die FF Eimsbüttel wurden am Montagmorgen um 5:46 Uhr von einem Nachbarn zu einem Feuer in einer Wohnung im Parterre eines 5-geschossigen Wohnhauses gerufen. Die Anfahrt wurde durch ordnungswidrig abgestellte PKWs behindert.
| Drücken Sie auf den roten Knopf auf der Darstellung des Digitalen Meldeempfängers, um sich die Meldung anzeigen zu lassen, mit der die FF Eimsbüttel alarmiert wurde. |
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Die folgende Straßenkarte zeigt den Einsatzort an,
in der darunter liegenden Übersichtskarte ist der gezeigte Ausschnitt markiert.
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Aus den Fenstern der betroffenen Wohnung schlugen die Flammen mehrere Meter hoch heraus,
eine Nachbarin vermutete darin noch 2 Personen: Eine Frau und deren 10-jährige Tochter.
Der Fund von Kindersachen
und einem Rollstuhl lies Schlimmes erahnen. Daraufhin wurde die Einsatzart
um 6:01 Uhr auf "Feuer, Menschenleben in Gefahr" geändert, der B-Dienst West
(Einsatzführungsdienst), 2 Rettungswagen der Wache 15 (Stellingen) und das
Notarzt-Einsatzfahrzeug der Wache 14 (Osdorf) nachalarmiert.
In dieser Phase war ein Taxi durch die Feuerwehrfahrzeuge blockiert, was den Unmut des Fahrers hervorrief. Ihm war nicht verständlich, dass die Löschfahrzeuge ihm keinen Platz schaffen konnten, während der auch für ihn sichtbare Brand wütete und sich Einsatzkräfte am vor ihm stehenden Fahrzeug u. a. mit Atemschutzgeräten ausrüsteten.
Eingesetzt wurden insgesamt 5 Trupps unter schwerem Atemschutz, davon 3 von der FF. Anfänglich für die Personensuche, danach für die Brandbekämpfung und letztlich für Kontrollen weiterer Wohnungen sowie für Nachlösch- und Aufräumarbeiten. In der Brandwohnung wurden keine Menschen gefunden, eine Katze konnte gerettet werden.
An einen der Rettungswagen wurden die beiden vermissten und leicht verletzten Personen übergeben, die die Wohnung doch bereits verlassen hatten. Sie wurden in ein Krankenhaus transportiert, in dem eine ambulante Behandlung erfolgte. 10 weitere Hausbewohner, die das Gebäude durch das verqualmte Treppenhaus und zum Teil nur leicht bekleidet verlassen hatten, wurden in den dafür beheizten Löschfahrzeugen der FF Eimsbüttel untergebracht, betreut und mit Wolldecken versorgt.
Mittels Druckbelüftung wurde das Gebäude rauchfrei gemacht. Aufgebaut wurde auch eine Beleuchtung. Nach dem Abschluss der Löscharbeiten durften die Bewohner dann wieder in die nicht unmittelbar betroffenen Wohnungen. Dabei wurden sie von Feuerwehrangehörigen begleitet. In einem Fall musste eine Tür geöffnet werden, die bei innen steckendem Schlüssel zugezogen worden war.
Vor Ort waren neben den Kräften der Feuerwehr auch diverse der Polizei inklusive Brandermittlung. Hinzu kamen mehrere Kamerateams.
Dankenswerter Weise wurden die Einsatzkräfte nach dem Abschluss der "heißen" Phase des Einsatzes durch Menschen aus der Umgebung mit Kaffee versorgt. Für die im Inneneinsatz beschäftigten und damit besonders belasteten Feuerwehrleute wurde das auf den Löschfahrzeugen mitgeführte Mineralwasser ausgegeben.
Die Fahrzeuge der FF Eimsbüttel waren gegen 8 Uhr wieder zurück im Feuerwehrhaus. Dann wurde noch etwas Zeit benötigt, um notwendige Arbeiten zu erledigen (Ersatz für beschädigtes Schlauchmaterial in Tragekorb packen, nasse Feuerwehrleine zum Trocknen auslegen, Waschmaschine mit verschmutzter Wolldecke anstellen, Fahrzeuge innen grob reinigen, Wasserbestände auffüllen ...) und eine kurze Nachbesprechung abzuhalten. Dann blieb noch die Aufgabe, an einer Wache der Berufsfeuerwehr die verbrauchten gegen gefüllte und geprüfte Atemschutzgeräte auszutauschen. Entsprechend verspätet kamen die Einsatzkräfte zu ihren Arbeitsplätzen.
Die Freiwillige Feuerwehr Eimsbüttel bedankt sich bei den Kaffee verteilenden Anwohnern, bei der TV-Nachrichtenagentur TVR-News Network für die Erlaubnis, ihre Fotos hier zeigen zu dürfen und bei den Arbeitgebern ihrer Mitglieder für deren Verständnis und Unterstützung !
Einige weitere Informationen können auch einem Artikel im Hamburger Abendblatt vom 25.10.2005 entnommen werden.
Text: Norbert Kölln