In der Nacht vom Freitag, dem 9. auf Samstag, dem 10. Juni 2006
sprangen um 2 Uhr 22 die Pieper der Mitglieder der FF Eimsbüttel an. Der
Alarmierungston signalisierte einen Klein-Einsatz.
Dem Display waren die Einsatzart FEUK (Feuer, klein) und der
Brandort zu entnehmen. Demnach brannte etwas nahe der Kindertagesstätte
im Wehberspark an der Emilienstraße. Diese Meldung hatte die Feuerwehreinsatzzentrale
erreicht, nachdem eine Anwohnerin Brandgeruch bemerkt und die Polizei angerufen hatte.
Der zum Feuerwehrhaus gefaxten Einsatzdepesche war dann noch zu entnehmen, das die Wehr allein alarmiert worden war. Auch dies wies auf ein kleines Feuer hin, z. B. einen Mülleimer, -container oder einen PKW. Einsatzort und Anfahrt waren den FF-Mitgliedern durch Übungen auf dem Gelände und ein kurz zuvor dort betreutes Osterfeuer gut bekannt.
| Drücken Sie auf den roten Knopf auf der Darstellung des Digitalen Meldeempfängers, um sich die Meldung anzeigen zu lassen, mit der die FF Eimsbüttel alarmiert wurde. |
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Die folgende Straßenkarte zeigt die Lage des Feuerwehrhauses und den Einsatzort an,
in der darunter liegenden Übersichtskarte ist der gezeigte Ausschnitt markiert.
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Bei Ankunft an der Einsatzstelle fragte die Einsatzzentrale gerade über Funk nach,
ob die Nachforderung eines Löschzugs durch die Polizei korrekt sei.
Dies konnte bestätigt werden, da ein Teil der in Holzbauweise errichteten
Kindertagesstätte brannte - es handelte sich nicht um ein kleines Feuer.
Die Polizei war bereits kurz vorher eingetroffen, die Polizisten hatten schon einen
Feuerlöscher eingesetzt. Da dies erfolglos war, konnten sie das Geschehen vorerst nur
beobachten. Sie dokumentierten den Ablauf mit Fotos, von denen hier einige zu sehen sind.
Bis zum Eintreffen des Löschzugs (zusammengesetzt aus Fahrzeugen der Feuer- und Rettungswachen 13 - Rotherbaum - und 15 - Stellingen) wurde 1 C-Rohr unter Atemschutz eingesetzt sowie im Gebäude Strom und Gas abgestellt.
Zusammen mit der Berufsfeuerwehr wurden die Wasserversorgung aufgebaut und weitere Strahlrohre vorgenommen (insgesamt je 2 C- und B-Rohre), zumeist unter Atemschutz (6 PA-Trupps, davon 2 von der FF). Zur Brandbekämpfung wurden auch ein Teil der Wand mit einer Motorsäge entfernt und das Flachdach von oben geöffnet. Mittels Druckbelüfter wurde das Gebäude rauchfrei gemacht.
Zur Beleuchtung der Einsatzstelle wurden 2 Lichtmasten von FF- bzw. BF-Löschfahrzeugen genutzt, dazu 3 Stative mit Scheinwerfern. Die Stromversorgung erfolgte über die Stromerzeuger der Fahrzeuge.
Zur Suche nach versteckten Brandnestern und zur weiteren Öffnung der Dachs wurden gegen 3 Uhr 45 eine Wärmebildkamera und eine spezielle Motorsäge angefordert. Diese Geräte wurden dann vom B-Dienst West (Wärmebildkameras gehören zur Ausstattung der Einsatzleitwagen der Einsatzführungsdienste "B-Dienst") bzw. vom Gerätewagen (GW1) der Feuer- und Rettungswache Osdorf (14) gebracht. Zum Tauschen der verbrauchten Atemschutzgeräte wurde ein Wechselladerfahrzeug mit Absetzbehälter Atemschutz zur Einsatzstelle geordert.
Brandermittler der Kriminalpolizei nahmen noch während der Löscharbeiten ihre Arbeit auf. Die Freiwillige Feuerwehr Eimsbüttel bedankt sich bei der Polizei für die Erlaubnis, ihre Fotos hier zeigen zu dürfen!
Fotos: Polizei Hamburg, PK 22 (3), Eckloff (1)
Text: Norbert Kölln