Der Anstieg der Einsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr betrug fast 36%, lag im Bereich Eimsbüttel also deutlich höher als in der Stadt insgesamt.
Bei den durch die Wehren des Bereiches Eimsbüttel abgearbeiteten Brandeinsätzen handelte es sich zumeist um Kleinfeuer. Somit wurden ca.
30% aller Einsätze dieser Art in ganz Hamburg durch die 7 aufgeführten Wehren erledigt.
Anmerkungen zu Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Eimsbüttel
Die FF Eimsbüttel hatte nicht nur im oben genannten 12-Stunden-Zeitraum Einsätze abzuarbeiten (ca. 71% mehr als im Vorjahr, Steigerung also noch über
der für den Bereich Eimsbüttel), weitere sind der besonderen
Situation des Jahreswechsels zuzuordnen: Bereits am 29.12. brannten 2 Altpapiercontainer. Und am Neujahrstag war das Feuerwehrhaus noch
bis 9 Uhr fest besetzt (2007/2008 nur bis 3 Uhr erforderlich), Einsätze fielen bis in die Nacht zum 02.01. an. Entsprechendes gilt natürlich auch für
andere Wehren.
Um das hohe Einsatzaufkommen bewältigen zu können, hatten viele Wehren 2 unabhängig voneinander einsetzbare Löschfahrzeuge fest besetzt
- so auch die FF Eimsbüttel.
In einem Fall brannte in der Eimsbütteler Chaussee Essen im Topf, die betroffene Wohnung war stark verqualmt. Sie wurde nach dem Ablöschen
unter Atemschutz belüftet, der Bewohner musste sie bis dahin verlassen. Der Einsatz erfolgte zusammen mit dem Löschzug 13 (Rotherbaum) und
der Polizei.
Aufnahme vom Einsatz in der Eimsbütteler Chaussee: Gleichzeitiges Eintreffen mit dem Löschzug 13.
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Bei den angefallenen kleinen Bränden handelte es sich um einen PKW, sonst um Kartons, Mülleimer, Mülltonnen und Müll- bzw.
Altpapiercontainer. Die Feuer wurden mit mehreren Füllungen einer Kübelspritze oder mit bis zu 2 C-Rohren gelöscht. Zumeist wurde dabei unter
Atemschutz gearbeitet. Außerdem an einigen Stellen im Einsatz: Stromerzeuger und Beleuchtungsgerät zur Ausleuchtung der Einsatzstellen.
Standardvorgehen bei Altpapiercontainern: Grob durch die oberen Öffnungen ablöschen, mit Hilfe eines oben angebrachten Seils
und einer großen Brechstange als Hebel an der Unterseite umwerfen, Bodenklappen öffnen, weiteres grobes Ablöschen, Ausräumen
des Inhaltes mittels Dunghaken, Nachlöscharbeiten inklusive vorbeugendem Bewässern des noch nicht entzündeten Inhalts. Hinzu
kommen Kontrollen benachbarter Container auf Erwärmung.
Auch im Normalfall kommt es vor, dass Feuer von mehreren Anrufern gemeldet werden. Das ist gut, in ungünstigen Fällen werden aber
unterschiedliche Ortsangaben gemacht, die das personal in der Einsatzzentrale den Bezug auf nur einen Einsatzstelle nicht erkennen lassen. So
kam es bei diesem Jahreswechsel zur Alarmierung der FF Pöseldorf in die Bundesstraße, während die FF Eimsbüttel in die Verlängerung der
Osterstraße geschickt wurde - beide trafen sich dann vor dem gleichen Altpapiercontainer. Die zuerst eingetroffenen Eimsbüttler übernahmen die
Brandbekämpfung, während sich die Pöseldorfer wieder einsatzbereit meldeten.
Aufnahmen vom Einsatz in der Bundesstraße: Situation bei der Ankunft, Eintreffen der FF Pöseldorf.
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Eine Alarmierung führte die FF Eimsbüttel auf einen Spielplatz in der Straße Bei der Apostelkirche. Dort hatte ein Anwohner aus der Ferne ca. 2 m
hohe Flammen gesehen und auf ein brennendes Spielgerät geschlossen. Brandgeruch war festzustellen, zu finden war auch zusammen mit dem
Anrufer zunächst nichts. Es fanden sich dann allerdings Kinder, die das Feuer in einer Sandkiste auch bemerkt hatten und das Brandgut durch
vollständiges Abdecken mit Sand gelöscht hatten. Verursacher könnten Jugendliche gewesen sein, die nach Zeugenaussagen den Ort des
Geschehens mit einem vollgepackten Einkaufswagen fluchtartig verlassen hatten.
Einen Einsatz gab es in der Gärtnerstraße (Hoheluft-West) auf Grund einer Situation, vor der auch im Regionalfernsehen von der Feuerwehr
Hamburg speziell gewarnt worden war: Es waren brennbaren Dinge auf einem Balkon gelagert worden - und prompt waren sie durch
Feuerwerkskörper in Brand geraten. In diesem Fall erlosch das Brandgut von selbst wieder, bevor sich das Feuer ausbreiten konnte. So war
lediglich eine Kontrolle mit Hilfe einer Leiter erforderlich.
Ganz problemlos liefen die Einsätze der FF Eimsbüttel nicht ab: In der Parkallee (Harvestehude) brannten 3 von mehreren nebeneinander
stehenden Altpapiercontainern. Deshalb waren durch die Mannschaft des eingesetzten Löschfahrzeugs 2 C-Rohre vorgenommen und eine
Wasserversorgung von einem Unterflurhydranten in der Innocentiastraße aufgebaut worden. Die Wasserentnahmestelle befand sich nicht ständig
im Blickfeld der voll beschäftigten Einsatzkräfte - und von dort wurde der Hydrantenschlüssel gestohlen. Der war aber auch erforderlich, um den
Hydranten wieder außer Betrieb nehmen und das Standrohr (Aufsatz zum Anschluss der Schläuche) abnehmen zu können. Deshalb musste das
Fahrzeug auch nach Einsatzende vor Ort bleiben, bis ein anderes Fahrzeug mit der entsprechenden Ausrüstung zu Hilfe kam. Danach war eine
Ersatzbeschaffung notwendig. So waren gleich 2 Fahrzeuge zeitweise für weitere Einsätze blockiert.
Aufnahmen vom Einsatz in der Parkallee.
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Und sonst gab es an mehreren Stellen die üblichen kleinen Probleme: Engstellen durch ordnungswidrig abgestellte Fahrzeuge,
parkende Autos auf Unterflurhydranten, Behinderungen bei den Einsatzfahrten...
Ein häufiges Problem: Auch wenn die Feuerwehr mit Blaulicht und Horn naht, man muss noch schnell 'rüber -
egal, ob als Fußgänger oder mit dem Auto.
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Eine Schrecksekunde gab es nach dem Löschen eines weiteren Altpapiercontainers in der Emilienstraße. Kaum wurde die Rückfahrt angetreten,
wurde das Löschfahrzeug durch einen Passanten heran gewunken. Er wies auf einen Brand in der Tornquiststraße hin, die natürlich sofort
angesteuert wurde. Die Einfahrt in die betroffenen Sackgasse war wegen geparkter Fahrzeuge schwierig. Deshalb liefen 2 Kameraden zur
Erkundung der Situation vor, während das Löschfahrzeug nur im Schritttempo vorwärts kam. Der Anblick einer Turnhalle war beachtenswert: Ihr
Inneres schien vollständig im Brand zu sein. Erst auf den zweiten Blick war zu erkennen, dass dahinter 3 Müllcontainer mit meterhohen Flammen
brannten. Und die sorgten durch die beiden Glasfronten der Halle für enorme Lichteffekte. Als die notwendigen Maßnahmen eingeleitet waren,
sollte eine entsprechende Meldung über Funk an die Einsatzzentrale erfolgen. Doch die hatte inzwischen ebenfalls eine Feuermeldung erhalten
und alarmierte die schon tätigen Einsatzkräfte. Anrufe mit der Meldung "Sporthalle brennt" gab es glücklicher Weise nicht - sonst wäre sicherlich
ein Einsatz mit einem Großaufgebot angelaufen.
Die Verwendung von Atemschutzgeräten machte zwischendurch mehrere Fahrten zu den Berufsfeuerwehr-Wachen Rotherbaum, Stellingen und
Altona zum Gerätetausch erforderlich - ein Vorrat am eigenen Standort konnte nicht gebildet werden.
Nähere Angaben zu den Einsätzen (Zeiten, Orte, Meldungen,... ) finden sich in der Einsatzliste
2008 und der Einsatzliste 2009.
Ach ja: Dem Wunsch nach mehr "heißen" Einsatzfotos können wir leider nur in den seltensten Fällen
nachkommen. Schließlich wird gerade in der Anfangsphase eines Einsatzes mit möglicherweise
spektakulären Ansichten jede Hand benötigt. Einen Fotografen können wir da einfach nicht abstellen.
Selbst bei einem einzeln stehenden Altpapiercontainer sind anfänglich möglichst gleichzeitig
die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr abzusichern,
die Brandbekämpfung aufzunehmen... Und das Anwohner oder Pressefotografen Bilder
machen und uns später für eine Veröffentlichung zur Verfügung stellen, kommt eher selten vor.
Deshalb finden Sie auch auf dieser Seite wieder nur wenige Aufnahmen. Wir bitten deswegen um Ihr
Verständnis.
Fotos: Jörg Eckloff
Text: Norbert Kölln