In der Zeit vom 11.06. bis zum 11.07.2010 fand die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika statt, verbunden mit Veranstaltungen auf dem Heiligengeistfeld mit Public Viewing und Rahmenprogramm, beginnend jeweils eine Stunde vor dem ersten Spiel des Tages bis 24 Uhr.
Mit dem Sanitätsdienst unter Aufsicht der Feuerwehr wurden das Deutsche Rote Kreuz und die
Johanniter-Unfall-Hilfe vom Veranstalter
beauftragt. Dazu wurden je nach erwarteter Zuschauerzahl (weniger als 10.000 / bis 30.000 / bis zur
auf 70.000 festgelegten zulässigen Besucherzahl) unterschiedlich viel Personal / Ausrüstung etc.
vorgeschrieben.
Die Planungen der Feuerwehr sahen an jedem Tag mit Spielbetrieb einen in der vor Ort aufgebauten Befehlsstelle tätigen Feuerwehr-Gesamteinsatzleiter vor, unterstützt durch Fernmelder der Freiwilligen Feuerwehren mit Fernmelde-Komponente (Altona, Bille, Eimsbüttel, Harburg, Wandsbek-Marienthal). Die Befehlsstelle bestand aus dem Gerätewagen "Fernmeldeausstattung" (GW-FM) mit dem Anhänger "Führung und Lage" (AnhFüLa) der Feuerwehrakademie Hamburg.
Außerdem wurde vor Beginn der WM ein Behandlungsplatz aufgebaut und ausgestattet (Gerätewagen
"Rettungdienst" und 4 große Zelte: eines zur Sichtung von Patienten,
je eines für leicht, mittel und schwer verletzte Personen). Die Inbetriebnahme wurde vorgesehen
für alle Spiele mit Beteiligung der Deutschen Nationalmannschaft bzw. bei Spielen mit entsprechend
hoher Besucherzahl. Als Personal wurden 1 Leitender Notarzt, 4 Notärzte und die Besatzung eines
Löschzugs der Berufsfeuerwehr festgesetzt. Zusätzlich waren 1 Rettungswagen, 2 Gruppen der
Freiwilligen Feuerwehren als "Patienten-Transport-Komponente" zuzüglich einem Bereichsführer der FF
und eine Versorgungseinheit der Freiwilligen Feuerwehr
(Ottensen/Bahrenfeld
bzw. Eißendorf)
für die Verpflegung der Feuerwehrkräfte eingeplant.
Parallel zur Besetzung des Behandlungsplatzes wurde die Einberufung der Feuerwehr-Einsatzleitung (unterstützt durch Personal der FF Berliner Tor) einschließlich eines Leitenden Notarztes und die Entsendung eines Verbindungsbeamten zur Polizei vorgesehen.
Nachfolgend finden sich einige Informationen zu den Einsätzen mit Beteiligung der FF Eimsbüttel.
Donnerstag, 10.06.2010, Aufbau der Befehlsstelle
Nachdem der GW-FM mit dem AnhFüLa der Feuerwehrakademie Hamburg zum Heiligengeistfeld überführt worden war, erfolgte der Aufbau zusammen mit den Freiwilligen Feuerwehren Altona und Wandsbek-Marienthal. Die Befehlsstelle wurde an die vom Veranstalter bereitgestellte Stromversorgung angeschlossen und mit Telefonnetzen verbunden (u. a. internes Netz für den Sanitätsdienst). Das ganze System wurde abschließend getestet.
Montag, 14.06.2010
Ab 11:00 waren 5 Fernmelder im Dienst, um die Befehlsstelle zu unterstützen. An diesem Tag standen die
folgenden Spiele auf dem Programm:
13:30 Niederlande-Dänemark, Endstand 2:0
16:00 Japan-Kamerun, Endstand 1:0
20:30 Italien-Paraguay, Endstand 1:1
Wie auch an den anderen Tagen mit Beteiligung der FF Eimsbüttel wurde der GW-FM der Wehr mit zum Heiligengeistfeld genommen. So stand eine Ausfallreserve für das dort stationierte Fahrzeug und seiner Ausrüstung zur Verfügung.
Freitag, 18.06.2010
13:30 Deutschland-Serbien, Endstand 0:1
16:00 Slowenien-USA, Endstand 2:2
20:30 England-Algerien, Endstand 0:0
Für die Spiele des Tages waren 10 Kameraden der FF Eimsbüttel im Einsatz. Um 9:00 war Dienstbeginn für die ersten Fernmelder, die in der Befehlsstelle tätig wurden.
Um 11:45 ging es für weitere Kräfte los, die während des Deutschland-Spiels für die "Patienten-Transport-Komponente" am Behandlungsplatz bereit standen und auch etwas zu tun bekamen. Sie wurden zeitweilig zur Unterstützung des Sanitätsdienstes eingesetzt. Außerdem standen stets Trupps mit Kübelspritzen auf beiden Seiten der Großbildleinwand, um bei Bedarf einzugreifen, wenn Feuerwerk abgebrannt werden sollte. Dies kam zwar vor, allerdings nur in Bereichen, in denen die Zuschauer problemlos ausweichen konnten. Deshalb wurde auf ein Eingreifen verzichtet.
Samstag, 19.06.2010
An diesem Tag stellte die FF Eimsbüttel ab 12:00 2 Fernmelder in Vertretung für die FF Harburg für die
Besetzung des GW-FM. Auf dem Programm standen die Begegnungen
13:30 Niederlande-Japan, Endstand 1:0
16:00 Ghana-Australien, Endstand 1:1
20:30 Kamerun-Dänemark, Endstand 1:2
Dienstag, 22.06.2010
Um 14:00 war Dienstbeginn für 3 Kameraden der FF Eimsbüttel, die den Gesamteinsatzleiter als Fernmelder
während der Fußballspiele
16:00 Mexiko-Uruguay, Endstand 0:1
16:00 Frankreich-Südafrika, Endstand 1:2
20:30 Nigeria-Südkorea, Endstand 2:2
unterstützten.
Samstag, 03.07.2010
An diesem Tag mit Viertelfinalspielen wurden 4 Kameraden ab 11:30 für die Gesamteinsatzleitung gestellt.
Parallel waren Kräfte für den Behandlungsplatz (BF und FF) sowie eine FF zur Versorgung vor Ort.
Hier die Daten der Begegnungen:
16:00 Argentinien-Deutschland, Endstand 0:4
20:30 Paraguay-Spanien, Endstand 0:1
Samstag, 10.07.2010
Der letzte Tag der Veranstaltung mit Kräften der FF Eimsbüttel (4 Fernmelder, im Dienst ab 16:30).
Auf dem Programm stand das Spiel um den 3. Platz:
20:30 Urugay-Deutschland, Endstand 2:3
Auch an diesem Tag waren wieder ein Versorgungsfahrzeug der FF sowie BF- und FF-Kräfte für den Behandlungsplatz auf dem Heiligengeistfeld.
Lesen Sie doch auch unseren Bericht zu den Einsätzen bei der WM 2006, den Sie über den Link in diesem Satz erreichen.