Ein Fahrzeug vom Typ LF 16 (Löschgruppenfahrzeug mit einer eingebauten Pumpe, die mindestens 1600 Liter Wasser pro Minute liefert) wie das hier beschriebene dient der Brandbekämpfung (auch in größerem Umfang), der technischen Hilfeleistung und hat außerdem eine Ausstattung, um Erste Hilfe leisten zu können. Es hat Sitzplätze für die 9 Personen, die eine Löschgruppe bilden.
Das LF vom Typ "HANSA" (Hamburger automatikgetriebener normgerechter
Standardlöschzug der achtziger Jahre, entwickelt Ende der 70er Jahre)
mit dem Kennzeichen HH-2648 wurde am 06.12.1979 zugelassen und war zunächst
bei anderen Einheiten (BF und FF) im Einsatz, bevor es zur
FF Eimsbüttel kam.
Basis für das allradgetriebene Fahrzeug war ein Daimler-Benz 1019 AF. Sein Dieselmotor (141 kW bei 2500 U/min; 9506 ccm) brachte es auf die Höchstgeschwindigkeit von 97 km/h.
Weitere Daten des Fahrzeugs: Länge 7200 mm (mit angehängter Schlauchhaspel 8000 mm), Breite 2500 mm, Höhe 3250 mm. Das zulässige Gesamtgewicht betrug 12000 kg und das Leergewicht 8000 kg. Anhängekupplung mit einer Anhängelast von 1500/2000 kg (Anhänger ohne/mit Bremse).
Der Aufbau wurde von der Firma Bachert erstellt und enthielt einen Löschwasserbehälter mit 800 l Inhalt. Er enthielt, wie auch der Mannschaftsraum, eine Standheizung.
Das Fahrzeug wurde im Jahr 2003 in ein Programm zur Grundsanierung von Löschfahrzeugen aufgenommen. Am 16.04.2004 konnte die FF Eimsbüttel das Fahrzeug erneut übernehmen. Neben anderen Arbeiten war die Beleuchtung erneuert (Scheinwerfer, Rückleuchten...) sowie Kabine / Gerätekoffer in Normalrot (RAL 3000) lackiert und im aktuellen Design der Feuerwehr Hamburg beklebt worden. Die Bilder auf dieser Seite zeigen das LF nach diesen Veränderungen.
Mannschaftsraum, vordere Sitzbank mit 4 Atemschutzgeräten. Vor diese Geräte konnten Rückenlehnen
für jeweils 2 Plätze eingehängt werden (Im Foto befinden sie sich in Halterungen im Beinbereich vor der Sitzbank).
Sitzordnung auf dieser Bank: Angriffstrupp außen, Wassertrupp innen. Auf der hinteren Sitzbank hatten übrigens der
Melder (außen auf der Beifahrerseite) und der Schlauchtrupp ihre Plätze, die im Rahmen der Aufarbeitung
mit Beckengurt (Mittelplatz) bzw. 3-Punkt-Sicherheitsgurten ausgestattet wurden.
In den Sitzbänken befanden sich z. B. Sanitätsmaterial, Atemfilter, Sägen, Bolzenschneider.
Besonders in der Kabine machte sich die Erneuerung der Türdichtungen bemerkbar.
Im Geräteraum 1 (Fahrerseite, vorderer Teil des Aufbaus) lagerten u. a. in breiten Schubladen
Besen, Schaufeln, etc. (obere Lade) und Pallholz, Scheinwerferstativ...
(untere Lade). Darunter befanden sich 4 Atemluft-Ersatzflaschen hinter einer Klappe und
neben dieser 3 Äxte. Im unteren Bereich fanden sich eine Elektrotauchpumpe
(dort war früher ein Brennschneidgerät untergebracht),
unterschiedliche Werkzeugkisten und eine Hydraulikwinde. Außerdem in diesem
Geräteraum: Motorsäge mit Zubehör, C-Rollschlauch mit Trageschlaufe, 2 Verteiler, Übergangsstücke und Schlauchschellen.
Ein Auszug der Geräte im Geräteraum 2 (Beifahrerseite, vorderer Teil des Aufbaus):
Ketten, Stahl- und Hanfseile in Kästen, Kastenschöpfer, Marinetrage, Pulver- und Kohlendioxidlöscher,
Mehrzweckzug, Tragkraftspritze Typ Ziegler
TS 8/8 Ultra Power (mit E-Starter und Trokomat; Bereits während des Werkstattaufenthaltes geliefert,
ersetzte die alte Bachert-Lenzpumpe LP 24/3) mit Ersatzkanister.
Der Geräteraum 3 (Fahrerseite, hinterer Teil des Aufbaus) beinhaltete 3 Schuttmulden,
eine faltbare Trage, 10 C-Rollschläuche, eine Turbinentauchpumpe, Kabeltrommel 24 V, 3 Schlauchtragekörbe
mit jeweils 3 C-Schläuchen (anstelle der früher vorhandenen Schlauchhaspel) und weitere Gerätschaften.
"Heimat" für 6 B-Rollschläuche, Schaummittelkanister, Bordwerkzeug, Übergangsstücke, Strahlrohre,
Stützkrümmer, Hydrantenschlüssel, Standrohr, Schachthaken, Kübelspritze, Zumischer, eine
Schnellangriffseinrichtung (2 faltbare C-Schläuche in Buchten mit Absperrorgan und Strahlrohr Typ "FogFighter")
und weitere Ausrüstungsgegenstände war Geräteraum 4 (Beifahrerseite, hinterer Teil des Aufbaus).
Im Geräteraum 5 (Rückseite des Aufbaus) befanden sich die Feuerlösch-Kreiselpumpe
mit den erforderlichen Bedienelementen. Untergebracht waren dort u. a. auch ein Übergangsstück A-B,
Kupplungsschlüssel und die Kurbeln zum Aufwickeln der B-Haspel. Oberhalb der Pumpe lagerten in
einem Auszug ein Sammelstück für die Pumpe, 2 Saugkörbe mit Zubehör, Kellersauger. Darüber zu
erahnen ist eine Rolle mit Folie.
Auf dem Aufbaudach waren eine 3-teilige Schiebeleiter, eine 4-teilige Steckleiter, eine Klappleiter, Schlauchbrücken, Bootshaken und weiteres Gerät untergebracht. Unterhalb der Türen zum Mannschaftsraum befainden sich auf beiden Fahrzeugseiten jeweils 3 A-Saugschläuche. Die am Fahrzeugheck aufgeprotzte B-Haspel trug 8 B-Schläuche.
Einen Stromerzeuger mitsamt Beleuchtungssatz erhielt die FF Eimsbüttel für dieses Fahrzeug nicht. Solch eine solche alternative Beladung sollte je nach Einsatzlage die Tragkraftspritze ersetzen.
Das Fahrzeug wurde am 16.06.2006 nach der Übergabe eines neuen LF 16-KatS von der FF Eimsbüttel abgezogen. Es diente zunächst als Ersatzfahrzeug und wurde bei Bedarf von Wehren in Hamburg verwendet.
Zwischenzeitlich wurde es außerhalb von Hamburg eingesetzt, in der Zeit vom 05.04. bis zum 13.09.2007 an die Freiwillige Feuerwehr Hammah in Niedersachsen (Landkreis Stade) ausgeliehen. Das einzige Löschfahrzeug dieser Wehr war am 23.03.2007 bei einem Verkehrsunfall völlig zerstört worden, wobei 1 Kamerad getötet und die anderen 8 Insassen zum Teil schwer verletzt wurden. Nach der Übernahme der Leihgabe der Feuerwehr Hamburg konnte die Wehr am 02.05.2007 den Einsatzdienst wieder voll aufnehmen und fuhr 5 Einsätze mit dem LF 16. Inzwischen wurde in Hammah ein neues LF 10/6 in Dienst genommen.
Vom 21. September 2007 an war das Fahrzeug bei der FF Sasel als Ersatz für ein ausgemustertes LF 16-TS im Dienst.
Zusatzinformationen für Modellbauer: So können die ehemaligen LF 16 der FF Eimsbüttel nachgebaut werden.