Am 14. April 2003 fand eine Dekontaminationsübung (dekontaminieren = entgiften) statt, die nicht in unserem Dienstplan verzeichnet war. Daran beteiligt waren 4 Freiwillige Feuerwehren. Ziel der Übung war es, eine Dekontaminations-Einrichtung für Personen aufzubauen und den dafür erforderlichen Zeitaufwand zu ermitteln.

Die Wehren Alsterdorf und Eimsbüttel arbeiteten dabei zusammen, wobei den Alsterdorfern mit ihrem DMF (Dekontaminationsmehrzweckfahrzeug) die Aufgabe der Grobreinigung zufiel, während mit dem Material vom Dekon-P (Dekontaminations-LKW "Personen") der FF Eimsbüttel von dessen Besatzung die Feinreinigung zu erledigen war. Parallel war die selbe Aufgabe auch von den FFen Lokstedt (Dekon-P) und Stellingen (DMF) zu erledigen.

Hier ein paar Stichworte zum Ablauf der Reinigung:
Im Rahmen der Dekontamination von Einsatzkräften muß zunächst die außenliegende Schutzkleidung (z. B. Chemikalien-Schutzanzüge) äußerlich gereinigt werden. Dieser Teil der Ausrüstung ist dann noch im "schmutzigen" Bereich abzulegen, ohne das irgend jemand mit diesen womöglich noch immer schadstoffbelasteten Materialien in Berührung kommt. Nach dem Ablegen der restlichen Kleidung muß dann zur Feinreinigung eine Möglichkeit zum Duschen für die Personen geschaffen werden, bevor diese im "sauberen" Bereich wieder mit Kleidung versorgt werden.

Aus der Aufgaben-Kurzbeschreibung ergibt sich ein Teil der Ausstattung der eingesetzten Fahrzeuge: Behälter für das benötigte Wasser, Geräte zur Warmwasserbereitung, Schläuche und Pumpen für das frische Wasser; Auffangmöglichkeiten, Schläuche und Pumpen für das schadstoffbelastete Wasser; Zelte inklusive Fußboden, Heizung und Einrichtung zum Entkleiden, Duschen und Ankleiden der Personen; Stromerzeuger.

Auf den beteiligten Fahrzeugen des Typs Dekon-P sind übrigens Zelte vorhanden, die mittels luftgefüllten Schläuchen gestützt werden und eine fest mit dem Oberteil verbundene Bodenplane haben. Der für die aufgeblasbaren Stützen erforderliche leichte Überdruck wird mittels einer Art Staubsauger erzeugt. So müssen, im Gegensatz zu anderen Zeltarten, keine größeren Gerüste aus Stangen zusammengesetzt und kein Fußboden installiert werden.

Hier folgen ein paar Fotos aus dem Übungsverlauf:


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