Das in Hamburg gültige Feuerwehrgesetz schreibt vor, dass FF-Mitglieder mit 60 Jahren die Einsatzabteilung verlassen müssen. Gerhard "Gerd" Mögling, Wehrführer der FF Eimsbüttel seit dem 3.12.1974 und zuletzt am 7.2.2005 im Amt bestätigt (siehe Bericht), erreichte diese Altersgrenze im Dezember 2006. Also wurde rechtzeitig eine Neuwahl eingeleitet.
Aus den Reihen der vorschlags- und wahlberechtigten Angehörigen der Einsatzabteilung der Wehr kamen 3 Kandidatenvorschläge, am 20.11.2006 fand daraufhin die Wahl statt. Sie wurde geleitet vom Bereichsführer Eimsbüttel, Jörg Schultze-Scheer. Mit 27 Kameradinnen und Kameraden waren mehr als die erforderlichen 2 Drittel der Wahlberechtigten dabei anwesend. Die geheime, schriftliche Wahl brachte dieses Ergebnis: Der bisherige Wehrführer-Vertreter Jörg Eckloff erreichte gleich im 1. Wahlgang 22 Stimmen bei 4 Enthaltungen sowie einer ungültigen Stimme und nahm die Wahl an.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Eimsbüttel gratulieren ihrem Kameraden nach 16 Jahren in der Wehr und 9 Jahren als Stellvertreter zur Wahl zum Wehrführer!
Da somit die Funktion des Wehrführer-Vertreters neu besetzt werden musste, wurde wenige Tage später auch dieses Wahlverfahren vom Bereichsführer Eimsbüttel mit der Bitte um Kandidatenvorschläge eingeleitet.
Am 2.12. war es dann so weit: Gerd Mögling wurde 60. Pünktlich um 0 Uhr stand eine große Abordnung seiner Wehr überraschend vor der Haustür, um zum Geburtstag zu gratulieren und ihm ein Ständchen zu bringen. Seine Ehefrau war eingeweiht und hatte dafür gesorgt, dass er trotz der späten Stunde relativ schnell nach draußen kommen konnte.
| Außerdem ließ die Wehr noch durch die Einsatzzentrale den Digitalen Meldeempfänger des Geburtstagskinds für eine kurze Mitteilung auslösen. Drücken Sie auf den roten Knopf auf der Darstellung des DMEs, um sich die Meldung anzeigen zu lassen. |
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Der Nachmittag und Abend des gleichen Tages brachte dann Veranstaltungen im Feuerwehrhaus,
zu denen Gerd mit einem Löschfahrzeug von zu Hause abgeholt wurde. Auch von diesem Fahrdienst
wusste er noch nichts, seine Frau hatte ihn an einer zu frühen Abfahrt gehindert.
Zunächst stand ein Beisammensein mit Familienangehörigen und den Wehrangehörigen bei Kaffee
und Kuchen auf dem Programm.
Am Abend des 2.12. fand die Veranstaltung zur Verabschiedung von Gerd Mögling in den Feuerwehr-Ruhestand und die Übergabe der Amtsgeschäfte an Jörg Eckloff als neuen Wehrführer statt. Mit dabei waren u. a. Vertreter der Berufsfeuerwehr, Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg, Wehrführungen aus dem Bereich Eimsbüttel sowie von anderen Wehren mit Fernmeldekomponenten. Auch Politiker aus dem Bundestag, der Bürgerschaft und aus der Bezirksversammlung waren vertreten. Dazu Familienangehörige, Freunde, die Wehrmitglieder, die JF-Angehörigen, Pressevertreter und weitere Gäste. Zusammen waren das ca. 120 Personen.
Im Rahmen des offiziellen Teils wurde in Reden die Arbeit von Gerd Mögling in seinen vielen Dienstjahren gewürdigt. Er begann seine ehrenamtliche Tätigkeit am 3.6.1969 als Helfer im 3. motorisierten Fernmeldezug des Luftschutzhilfsdienstes (LSHD) in Hamburg, der zum Zivilen Bevölkerungsschutz (ZB) gehörte. Nach mehreren Umstrukturierungen wurde diese Einheit 1972 zur FF Eimsbüttel, zu deren Wehrführer Gerd am 3.12.1974 gewählt wurde - somit hat er es auf eine Amtszeit von 32 Jahren als WF gebracht. In dieser Zeit fand der Wandel von einer reinen Fernmeldeeinheit bis hin zu einer "normalen" FF mit eigenem Einsatzgebiet statt, wie auch der Beschreibung der Geschichte der Wehr zu entnehmen ist. Auch für die dafür erforderlichen Anstrengungen wurde Gerd im Jahr 2004 mit dem silbernen Feuerwehr-Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehr-Verbandes ausgezeichnet (siehe Bericht).
Die Wehr selbst bedankte sich bei ihm und seiner Frau, indem Teile des Grundstücks - dessen Beschaffung allein viele Jahre in Anspruch genommen hatte - mit Straßenschildern versehen wurden. Die Durchfahrt vor dem Gebäude trägt seit der Veranstaltung den Namen "Marionstraße", der Bereich vor der Fahrzeughalle die Bezeichnung "Mögling-Platz" und die Zufahrt zum hinteren Teil des Geländes wurde auf "Gerdweg" getauft.
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Das Gebäude selbst, geplant unter maßgeblicher Beteiligung von Gerd, erbaut und bezogen im Jahr 2004,
erhielt den Namen "Gerhard Mögling Feuerwehrhaus". Zu lesen ist das auf einer Metallplatte,
die im Rahmen der Veranstaltung präsentiert wurde und im Inneren des Gerätehauses montiert wird.
Ein großes Dankeschön kam auch von der Jugendfeuerwehr Eimsbüttel, deren Gründung Gerd angestrebt und vorangetrieben hatte, die aber sinnvoller Weise mit der Unterbringung im Stadtteil Eimsbüttel verknüpft war. Sie konnte zum Jahreswechsel 2004/2005 ihren Betrieb aufnehmen - eine Rede der Jugendlichen würdigte auch diesen Verdienst des scheidenden Wehrführers ausführlich. Dazu kam ein mit Unterschriften versehener JF-Helm als Andenken.
Gerd wurde der Ehrenabteilung der FF Eimsbüttel zugewiesen, wie es im Amtsdeutsch des Schreibens vom leitenden Branddirektor Klaus Maurer hieß, in dem für die geleisteten Dienste Dank und Anerkennung ausgesprochen wurde. Auch in der Ehrenabteilung und im in Gründung befindlichen Förderverein wird Gerd glücklicher Weise so aktiv bleiben, wie er es bis zum letzten Tag in der Einsatzabteilung war.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Eimsbüttel und ihrer Jugendfeuerwehr bedanken sich bei Marion Mögling dafür, dass sie ihrem Mann die langjährige und arbeitsintensive Tätigkeit ermöglicht hat - und weiterhin möglich macht! Und sie gratulieren ihrem Gerd auch auf diesem Wege noch einmal zum Geburtstag und bedauern, dass er aus dem aktiven Dienst ausscheiden muss.
Als letzte Diensthandlungen dekorierte Gerd die Dienstjacke seines Nachfolgers Jörg Eckloff mit den Dienstgradabzeichen eines Wehrführers und überreichte ihm symbolisch einen Schlüssel zum Wehrführer-Büro sowie ein Wehrführungs-Koller, nachdem die entsprechende Ernennungsurkunde des Leiters der Feuerwehr Hamburg verlesen worden war. Ein weiterer Glückwunsch der Wehr geht an Jörg Eckloff zur Ernennung zum Wehrführer für die nächsten 6 Jahre!