Am 5. April 2007 endete an der Landesfeuerwehrschule Hamburg ein Ergänzungslehrgang für Zugführer der Freiwilligen Feuerwehren zum Thema Technische Hilfeleistung. Einer der Teilnehmer war der Wehrführer der FF Eimsbüttel, Jörg Eckloff. Den Lehrgangsabschluss bildeten Einsatzübungen, bei denen die Lehrgangsteilnehmer die Positionen von Gruppen- und Zugführern in den beiden zur Verfügung stehenden Löschzügen zu übernehmen hatten. Die Fahrzeuge und weiteren Einsatzkräfte wurden von verschiedenen Wehren gestellt, darunter ein Löschfahrzeug mit Besatzung der FF Eimsbüttel.
Bei den Übungen wurden jeweils Verkehrsunfälle dargestellt. Als Verletztendarsteller standen dabei Jugendfeuerwehrmitglieder und Puppen (zur Platzierung in unangenehmen oder gefährlicheren Positionen) zur Verfügung. Bei jeder Lage gab es diverse "Opfer", teilweise eingeklemmt. Sie wurden im Rahmen der Übung auch erstversorgt, zu Sammelstellen gebracht und an den Rettungsdienst übergeben. Dies stand aber nicht im Vordergrund der Aufgaben und wird nachfolgend nicht immer wieder erwähnt, ebenso wenig die notwendigen, zum Teil alarmierenden Rückmeldungen oder die Übergabe der jeweiligen Einsatzstelle an Einsatzführungsdienste.
Übung 1:
Ein LKW war auf einen PKW gekippt und in Brand geraten. 2 weitere PKW beteiligt, davon einer in Dachlage. Personen befanden sich in allen PKW. Hier waren gleichzeitig der Brand zu bekämpfen, besonders der LKW abzusichern (damit er den darunter befindlichen PKW nicht weiter eindrückt) und die Personen unter Einsatz mehrerer Sätze von hydraulischen Rettungsgeräten zu befreien. Abschließend war der LKW wieder aufzurichten, wozu die Seilwinde eines Rüstwagens eingesetzt wurde.
Übung 2:
4 PKW beteiligt, davon 2 brennend. Verletzte u. a. in den beiden weiteren Fahrzeugen, die sich in Dach- bzw. Seitenlage befanden und stabilisiert werden mussten. Neben der Rettung der eingeklemmten Personen waren die Brände unter Atemschutz zu bekämpfen, z. T. unter Atemschutz.
Jeder Übung folgte eine Nachbesprechung, bevor das verwendete Gerät wieder einsatzbereit gemacht und verladen wurde. Nach dem zweiten "Einsatz" folgte eine Pause, in der alle Beteiligten von der FF Ottensen/Bahrenfeld mit Getränken, Kartoffelsalat und Würsten versorgt wurden. Danach, inzwischen war es dunkel geworden, folgte die letzte Übung.
Übung 3:
Ein mit unbekannten Gefahrgütern beladener LKW hatte einen Reisebus gerammt, der dabei auf die Seite kippte. 2 Personen befanden sich im LKW, diverse im Bus. Aus dem LKW trat Kraftstoff aus. Neben der Rettung der Personen waren u. a. die Ermittlung der Gefahrstoffe, das Auffangen des Kraftstoffes, die Sicherstellung des Brandschutzes und die Beleuchtung der Einsatzstelle erforderlich.
Ein großes Dankeschön geht an die Landesfeuerwehrschule, ihre Lehrer und Beschäftigten, die diese praxisorientierte Ausbildung möglich gemacht haben. Ausserdem auch an die FF-Mitglieder, die die Gruppen aufgefüllt haben (und dabei ebenfalls von der Übungsmöglichkeit profitierten), die unterstützende Jugendfeuerwehr, die "Versorger" sowie die Fotografen.
Fotos: Sven Schrage / Stefan Tiedemann (beide
FF Eidelstedt)
Text: Norbert Kölln