Am 28. April 2011 klingelte am frühen Abend bei der FF Eimsbüttel das Telefon, es meldete sich eine Tankstelle aus dem Doormannsweg in Eimsbüttel. Dort stand ein Sattelzug verlassen in der somit vollständig blockierten Zufahrt, auf Geh- und Radweg und zum Teil noch auf der Straße. Die Schilderung der Situation ließ erkennen, dass das kein Fall für die Wehr war. Deshalb wurde die Benachrichtigung der Polizei über die Feuerwehreinsatzzentrale veranlasst.

Das war geschehen: Der Fahrer hatte den Tank leergefahren und schaffte es nicht mehr bis an die Zapfsäulen. Er füllte mehrere mitgebrachte Kanister mit Diesel, bezahlte den Kraftstoff und kippte ihn in den Tank der Zugmaschine. Der Motor ließ sich aber auch dann nicht wieder starten. Der Fahrer stieg nach diesem Versuch aus und ging einfach davon.

Die angerückte Besatzung eines Streifenwagens holte Beamte der Verkehrsstaffel hinzu, die das Fahrzeug untersuchten. Dabei wurden diverse Mängel gefunden, z. B. Risse im Rahmen, defekte Ölleitungen, nicht richtig funktionierende Bremsen, Durchrostungen, ungesicherte Stahlrohre mit einem Gewicht von 10 Tonnen auf dem Auflieger, keine Zulassung für den Straßenverkehr, ungültige schwedische Kennzeichen, profillose Reifen ...

Der Versuch eines Abschleppunternehmens, das Fahrzeug abzuschleppen, wurde aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Der Sattelzug konnte aber schließlich auf den Gehweg gezogen werden. Nach 8 Stunden waren dann zumindest Straße und Tankstellenzufahrt wieder frei.

Die Polizei hat ermittelt, dass das Ziel der Fahrt irgendwo in Afrika sein sollte. Nach dem Fahrer wird nun gesucht.

Einige weitere Informationen können auch diesen Artikeln entnommen werden:
Meldung der Polizei Hamburg
Meldung im Hamburger Abendblatt


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