Montag, der 20. Juni 2005, am Nachmittag: Ruhe herrscht im Wald, der noch
nicht weiß, dass er angeblich brennt.
Am Rand einer Straße werden zur Vorbereitung einer Übung "Brandflächen" mit Absperrband markiert.
17:30 Uhr: Nachdem sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Eimsbüttel am 17. November 2004 zum ersten Mal getroffen hatten, finden sie und die Angehörigen der Einsatzabteilung (wegen der frühen Zeit mit reduzierter Mannschaftsstärke) sich heute zur ersten gemeinsamen Übung zusammen. Besetzt werden die beiden Löschgruppen- und das Fernmeldefahrzeug überwiegend mit gemischten Trupps aus jeweils einem JF- und einem FF-Mitglied, insgesamt mit 28 Personen.
Die angenommene Lage und der Auftrag für die Eimsbüttler: Es brennt im
Volkspark. Der Wind treibt das Feuer auf die August-Kirch-Straße zu, an
deren Seite bereits kleinere Flächen brennen. Die Brände sind zu löschen
und die umliegenden Pflanzen nass zu machen, um eine Ausbreitung auf
die andere Straßenseite in Richtung AOL-Arena zu verhindern.
Also geht es los. Nach der Einfahrt in die für den Verkehr gesperrte
Straße wird auf deren linken Seite der erste Brand entdeckt, das LF 16/12 wird
dort eingesetzt. Das LF 16 fährt weiter, bis es das 2. Feuer erreicht.
Der FuKw wird halb auf dem Seitenstreifen abgestellt, um auf der Straße Platz
zu lassen.
Die Besatzungen der Löschfahrzeuge bekommen die Aufgabe, jeweils die
Brandbekämpfung und die Suche nach Hydranten
aufzunehmen. Die Trupps vom FuKw werden den LFs zugewiesen. Sie sollen
dort Wasserwerfer aufbauen, die nach Fertigstellung der
Wasserversorgung in Betrieb genommen werden sollen.
Die Wasserversorgung gestaltet sich schwierig, denn der beim LF 16 auf
der Straße gefundene (und von der Übungsleitung vorgesehene) Hydrant
ist trocken. Die B-Leitung ist aber bereits aufgebaut und muss nun umgelegt
werden. Sie verbindet dann die beiden LFs, da mittlerweile ein vom LF
16/12 erreichbarer Hydrant gefunden ist. Die Leitung dafür verläuft zwischen
den Bäumen hindurch bis zur AOL-Arena.
Nachdem die Wasserversorgung steht, wird die maximale Anzahl von C-Rohren
vorgenommen. Die Werfer bleiben außer Betrieb, da der Hydrant
nicht genügend Wasser liefert.
Die Gruppenführer melden zwischendurch weitere Brandstellen und die Vornahme
von C-Rohren an diesen Stellen. Auf der Straßenseite zur AOL-
Arena waren hinter dichtem Grün versteckt weitere Feuer markiert worden.
Eigentlich wollte die Übungsleitung die Gruppenführer zu Kontrollen in
diesen Bereichen auffordern, wenn irgendwo unbeschäftigt Personal bemerkt
worden wäre - aber die Führungskräfte der FF dachten von selbst an diese
Maßnahme.
Eine weitere Einspielung, um Langeweile zu vermeiden: Angeblich ist der FuKw
auf dem Seitenstreifen festgefahren und hätte bei einer
Brandausbreitung nicht schnell genug entfernt werden können. Also werden 2
Trupps dorthin beordert, um das Fahrzeug unter Aufsicht des
Jugendfeuerwehrwartes als Gruppenführer mit einem Greifzug auf die Straße zu ziehen.
Und noch eine Zusatzaufgabe ist zu bewältigen. Der Zugführer meldet plötzlich, dass seine Melderin verschwunden ist und fragt überall nach, ob sie gesehen wurde. Da keiner Informationen hat, fordert er von den LFs je einen Trupp zur Personensuche ab. Denen erklärt er, wo er sie ins Gebüsch hat verschwinden sehen (um einem dringenden Bedürfnis nachzugehen) und welche Richtung sie eingeschlagen hat. Die Suche ist erfolgreich, die Vermisste ist angeblich umgeknickt wird auf einer Trage zurück gebracht.
Nach Übungsende gibt es eine Pause, damit jeder erst einmal
etwas trinken kann, was an diesem heißen Tag auch erforderlich ist. So
gibt es auch gleich eine Gelegenheit zu kurzen Gesprächen über den
Übungsverlauf. Danach beginnt dann das Aufräumen. Weil einige JF-
Mitglieder pünktlich an der Wache abgeholt werden sollen, fährt ein LF
sie rechtzeitig zum Feuerwehrhaus zurück. Die restlichen
Übungsteilnehmer erledigen das Verstauen der Schläuche allein.
Nachdem der Dienstabend für die Jugendlichen beendet ist, findet noch eine Abschlussbesprechung der FF-Angehörigen statt. Das Fazit: Man ist mit den Leistungen der Jugendlichen und der Zusammenarbeit zwischen den "Großen" und den "Kleinen" hoch zufrieden. In den Äußerungen der einzelnen ist häufig auch ein "sehr gut" oder ein "perfekt" enthalten.